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Homepage für Handwerker: Was sie enthalten muss

Dieser Ratgeber zeigt, welche Seiten, Fotos und Angaben ein Handwerksbetrieb auf der Website braucht und wie Anfragen so ankommen, dass Sie sie schnell beantworten können.

Aladin (Alaa Abla)Aladin (Alaa Abla)Gründer von Aladin AI, Winterthur
Aktualisiert 15. Oktober 20265 Min. Lesezeit5 Kapitel
Inhalt · 5 Kapitel
  1. 01Was Kunden auf einer Handwerker-Website suchen
  2. 02Diese Seiten braucht eine Homepage für Handwerker
  3. 03Fotos und Referenzen, die Vertrauen schaffen
  4. 04Anfrageformular: weniger Rückfragen am Telefon
  5. 05Gefunden werden in der eigenen Region
Kurz gesagt

Eine Homepage für Handwerker ist die Website eines Betriebs, auf der Kunden Leistungen, Region und Kontaktweg sofort finden. Sie besteht aus wenigen klaren Seiten, echten Fotos und einem einfachen Anfrageformular, das die Angaben zum Auftrag gleich mitliefert. Offerten, Termine vor Ort und die Arbeit selbst bleiben weiterhin Sache des Handwerkers.

Was Kunden auf einer Handwerker-Website suchen

Eine gute Homepage für Handwerker beantwortet drei Fragen: Was macht der Betrieb, wo arbeitet er, und wie komme ich schnell zu einer Offerte? Mehr braucht ein Besucher zuerst nicht. Wer das auf der Startseite ohne Scrollen findet, ruft eher an als jemand, der sich durch Menüs klicken muss.

Angenommen, bei einem Ehepaar tropft abends der Wasserhahn im Badezimmer, und es sucht auf dem Handy einen Sanitärbetrieb in der Nähe. Es öffnet drei Websites. Auf der ersten steht ein langer Willkommenstext, auf der zweiten ein wechselndes Bildbanner ohne Telefonnummer, auf der dritten gleich oben, was der Betrieb macht, wo er arbeitet und ein Knopf zum Anrufen. Die dritte gewinnt, auch wenn sie weniger schön aussieht.

Die Besucher sind meist keine Fachleute. Sie wissen oft nicht, ob sie eine Offerte oder einen Termin brauchen. Schreiben Sie darum in der Sprache der Kunden: «Heizung ersetzen», «Küche umbauen», «Fenster abdichten». Fachbegriffe aus der Branche gehören höchstens in Klammern dahinter. Und die Telefonnummer steht auf jeder Seite oben, als Link, den man am Handy antippen kann.

Diese Seiten braucht eine Homepage für Handwerker

Kleine Betriebe kommen mit wenigen Seiten aus. Mehr Seiten sind nur sinnvoll, wenn Sie auch Inhalte dafür haben.

Angenommen, ein Malerbetrieb mit vier Mitarbeitenden macht Fassadenrenovationen, Innenanstriche und Tapezierarbeiten. Statt alles auf einer Seite aufzuzählen, bekommt jede Leistung eine eigene Unterseite mit zwei, drei Absätzen und passenden Fotos. Wer bei Google «Fassade streichen» eingibt, landet dann direkt auf der Seite zur Fassade und nicht auf einer Liste mit zwanzig Stichworten.

Die Seite «Über uns» wird unterschätzt. Kunden lassen Handwerker in ihre Wohnung. Ein Teamfoto mit Vornamen und ein, zwei Sätzen zur Ausbildung nehmen vielen die Scheu vor dem ersten Anruf. Das Impressum mit Firmenname und Adresse gehört ebenfalls dazu.

Fotos und Referenzen, die Vertrauen schaffen

Stockfotos erkennt jeder. Ein lachendes Paar in sauberer Arbeitskleidung sagt nichts über Ihre Arbeit aus. Besser sind echte Bilder von echten Baustellen, auch wenn sie mit dem Handy entstanden sind. Wichtig sind gutes Licht, ein aufgeräumter Bildausschnitt und wenn möglich ein Vorher-Nachher-Paar.

Angenommen, eine Zimmerei zeigt fünf abgeschlossene Dachstühle. Zu jedem gibt es drei Fotos und einen kurzen Text: Was war der Auftrag, was wurde gemacht, wie lange hat es gedauert. Preise müssen nicht dabeistehen. Ein Besucher mit ähnlichem Vorhaben erkennt aber sofort, dass der Betrieb so etwas schon gebaut hat. Das ersetzt mehrere Sätze Eigenlob.

Fragen Sie vor dem Fotografieren die Kundschaft um Erlaubnis, besonders bei Innenräumen und Aussenaufnahmen, auf denen das Haus erkennbar ist. Eine kurze Nachricht per Mail oder WhatsApp reicht, bewahren Sie sie aber auf. Verkleinern Sie die Bilder, bevor sie auf die Website kommen. Ein Foto direkt von der Kamera hat oft mehrere Megabyte, und die Seite lädt am Handy dann zu langsam.

Anfrageformular: weniger Rückfragen am Telefon

Ein Formular ist kein Ersatz für den Anruf, es ergänzt ihn. Manche Kunden schreiben lieber, vor allem abends. Damit die Nachricht brauchbar ist, fragt das Formular die wichtigsten Dinge gleich ab: Art der Arbeit, Adresse, Wunschzeitraum und ein Foto vom Problem.

Ein Rechenbeispiel mit offenen Annahmen: Ein Elektrobetrieb bekommt sechs Anfragen pro Woche. Bei jeder braucht es angenommen zehn Minuten Rückfragen am Telefon, bis klar ist, worum es geht. Das sind 6 mal 10, also 60 Minuten pro Woche. Liefert das Formular die Angaben schon mit und halbiert sich dadurch der Aufwand, sind es noch 30 Minuten. Ihre Zahlen werden anders aussehen, die Rechnung können Sie aber selbst nachstellen.

Beim Formular gelten auch Datenschutzregeln. Nach Art. 19 DSG müssen Sie die Besucher informieren, was mit ihren Angaben geschieht. Dafür braucht die Website eine Datenschutzerklärung. Läuft das Formular über einen Dienst, der Daten im Ausland verarbeitet, ist das nach Art. 16 DSG unter bestimmten Bedingungen erlaubt, etwa mit vertraglichen Garantien. Fragen Sie bei der Umsetzung, welcher Formulardienst verwendet wird und in welchem Land er die Angaben speichert. Lassen Sie sich das schriftlich geben und halten Sie es in der Datenschutzerklärung fest.

Gefunden werden in der eigenen Region

Ein Schreiner aus dem Nachbardorf ist für Ihre Kunden meist interessanter als einer aus dem anderen Landesteil. Nennen Sie deshalb Ihr Einsatzgebiet in klaren Worten, zum Beispiel mit den Ortschaften, die Sie in einer halben Stunde erreichen. Diese Ortsnamen gehören in die Texte, nicht nur ins Impressum.

Angenommen, ein Gartenbaubetrieb schreibt auf seiner Seite zur Heckenpflege: «Wir schneiden Hecken in den Gemeinden rund um unseren Standort, auch bei grossen Grundstücken.» Mit den echten Gemeindenamen daneben wird die Seite für lokale Suchen auffindbar. Ein Eintrag im Google Unternehmensprofil mit Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und ein paar Fotos hilft zusätzlich. Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung, aber schreiben Sie sie nicht selbst.

Prüfen Sie die Website regelmässig am eigenen Handy. Lädt sie schnell, ist die Schrift lesbar, lässt sich die Nummer antippen? Ändern sich Öffnungszeiten oder Leistungen, passen Sie die Seite noch am selben Tag an. Veraltete Angaben kosten mehr Anfragen als ein schlichtes Design.

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Geschrieben vonAladin (Alaa Abla)

Fachinformatiker Systemintegration und Gründer von Aladin AI in Winterthur. Er baut Automatisierungen und Websites für KMU, persönlich und zum Festpreis. Mehr über Aladin →

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